Mittwoch, den 04.03.2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Jahreswechsel bringt einige überraschende Wendungen mit sich: Tanken wird wegen neuer CO2-Bepreisung teurer, was Rentner im neuen Jahr wissen müssen und erstmals seit Corona ist die Zahl der Erwerbstätigen nicht mehr gestiegen. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit unserer heutigen Ausgabe.

Heute von
Thorsten Breitkopf
Chefreporter der Wirtschaftsredaktion 
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Kölner Metall- und Elektro-Industrie rutscht noch tiefer in die Krise

Zum Jahreswechsel 2025/26 hat sich die Lage in der Kölner Metall- und Elektroindustrie im Vergleich zum ohnehin schon düsteren Vorjahr noch einmal deutlich verschärft. Die aktuelle Konjunkturumfrage unter Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbands Kölnmetall zeichnet ein alarmierendes Bild: Aufträge, Erträge und Investitionen bleiben auf Tiefstand, die Stimmung in den Betrieben ist so pessimistisch wie lange nicht mehr.

Dirk Wasmuth, Hauptgeschäftsführer von Kölnmetall und Chef des Arbeitgeberverbandes

Copyright: Martina Goyert

„Die Ergebnisse der Befragung spiegeln die Eindrücke wider, die ich in zahlreichen Gesprächen mit den Unternehmen gewonnen habe“, sagte Dirk Wasmuth, Hauptgeschäftsführer Kölnmetall dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Die Stimmung ist gedämpft und die Aussichten sind trübe.“

Nur noch sechs Prozent der Betriebe bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als gut, fast zwei Drittel zeigen sich unzufrieden. Besonders belastend bleibt der Umfrage zufolge die Auftragslage: Drei Viertel der Unternehmen bezeichnen die Inlandsnachfrage als schlecht, auch die Nachfrage aus dem Ausland hat sich deutlich eingetrübt. Hier gehts zur ganzen Umfrage.

Reederei Köln Düsseldorfer kann Umsatz um fünf Millionen auf 47 Millionen Euro steigern

Die Köln-Düsseldorfer startet mit 3500 Gästen auf neun Schiffen ins 200. Jahr der Reederei. Der Umsatz konnte im Jahr 2025 deutlich gesteigert werden.

Nina Luig, Chefin der KD Foto: Martina Goyert

„Silvester ist der umsatzstärkste Tag des Jahres bei der KD“, sagt Nina Luig, Chefin der Kölner Reederei. Wie viel Umsatz an dem Tag gemacht wird, ist zwar Firmengeheimnis, aber diese Nacht toppt alle heißen Sommernächte und -tage. Verursacht sind die hohen Umsätze nicht nur durch die hohe Nachfrage, sondern auch durch die im Vergleich zu den Sommerausflugsfahrten hohen Ticketpreise. Diese liegen auch an einem im Vergleich zu kleinen Rundfahrten recht umfangreichen Cateringangebot. Knapp 3500 Personen haben ein Ticket gebucht. „Alle KD-Silvesterevents sind ausverkauft. Es sind daher keine Tickets mehr erhältlich, weder im Vorverkauf noch an der Abendkasse“, sagt Nina Luig. Viele Passagiere buchen lange im Voraus die begehrten Silvestertickets, um sich die Fahrten zu sichern. Der Start der Verkauf von Silvestertickets bei der KD beginnt laut Chefin Luig bereits Ende März, Anfang April.

Der Start der Verkauf von Silvestertickets bei der KD beginnt bereits Ende März, Anfang April
  Nina Luig, 
Chefin der Reederei Köln-Düsseldorfer

Die diesjährigen Silvesterfahrten sind auch für die Reederei etwas Besonderes. Denn um Mitternacht startet das Jubiläumsjahr. Die Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt wird im Jahr 2026 stolze 200 Jahre alt. Am 11. Juni 1826 wurde sie als Preußisch-Rheinische Dampfschifffahrts-Gesellschaft gegründet. 

Für das Jahr 2025 konnte die KD den Umsatz wie im Sommer prognostiziert von 42 auf 47 Millionen Euro steigern. Für das kommende Jahr wird mit 45,8 Millionen Euro gerechnet, was nicht an rückläufigen Geschäften liegt, sondern daran, dass das Hotelschiff KD Moment wieder für den Mutterkonzern United Waterways fahren wird. Neun Schiffe hat die KD zum Jahreswechsel im Einsatz, eines auf dem Main, alle anderen selbstverständlich auf dem Rhein. Das Publikum auf den jeweiligen Schiffen ist sehr heterogen. Hier finden Sie den ganzen Text.

Veltins übernimmt Karamalz - so steht es um Malzbier von Kölner Brauereien

Krombacher hat schon vor Jahren Vitamalz übernommen, Rivale Veltins zieht mit dem Kauf der Marke Karamalz nach: Die beiden Großbrauereien aus Nordrhein-Westfalen liefern sich jetzt bei Malzgetränken ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Verkäufer der Marke Karamalz, die Brauerei Eichbaum in Mannheim, kämpft unterdessen ums Überleben.

Foto: dpa

Malztrunk ist Malzbier ohne Alkohol, aber gibt es auch welches mit Prozenten? Es ist eine absolute Rarität, aber das gibt es, und zwar heute nur noch aus Köln. Die Brauerei Malzmühle braut ein Getränk namens „Koch'sches Malzbier“. Und das ist aktuell das einzige Bier auf dem deutschen Markt, das tatsächlich den Titel Malzbier auf dem Etikett tragen darf. Dieses echte Malzbier enthält 2,4 Prozent Alkohol.

Es ist sogar viel älter als das Kölsch. „Bei Beginn der Produktion der Malzmühle 1858 wurde es erstmals gebraut und war unser Standard-Produkt“, sagt Melanie Schwartz-Mechler, Chefin der Malzmühle. Ein Produkt unter dem Namen Kölsch kam erst gut 100 Jahre später auf den Markt. Hier lesen Sie mehr.

Ich wünsche Ihnen nun einen guten Start ins neue Jahr 2026.

Ihr Thorsten Breitkopf
Zum Autor: Thorsten Breitkopf, Chefreporter der Wirtschaftsredaktion des „Kölner Stadt-Anzeiger“. Der Bankkaufmann und Diplom-Kaufmann kommt von der „Rheinischen Post“ in Düsseldorf, wo er als Wirtschaftsredakteur arbeitete. 

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