70 Prozent von Ihnen glauben, dass NRW den Kohleausstieg 2030 schaffen kann – sofern die Landesregierung ihre Politik drastisch ändert. So das Ergebnis unserer Umfrage von vergangener Woche. Vor allem der Ausbau erneuerbarer Energien steht dabei für Sie im Fokus. Da sind es doch gute Nachrichten, dass der Solarboom in NRW ungebrochen ist. Außerdem habe ich diese Woche noch diese Nachrichten für Sie gesammelt:
AKTIONSPLÄNE GEGEN DIE HITZE
In NRW setzen Städte verschiedenen Maßnahmen gegen die Hitze um. (Symbolfoto)
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Erst vergangene Woche haben die Ergebnisse des „Hitze-Check“ der Deutschen Umwelthilfe aufhorchen lassen. Darin schnitten Köln und Umlandkommunen wie Frechen und Hürth schlecht ab. Immerhin: Die Stadt Köln scheint sich der Problematik bewusst zu sein. Sie ist eine von nur zwei Städten in NRW, die bereits einen Hitzeaktionsplan umsetzt. Städte wie Dortmund und Bielefeld werden bald nachziehen. Hitzeaktionspläne sollen laut Landeszentrum Gesundheit NRW der Prävention von gesundheitlichen Folgen dienen, die durch Hitzewellen entstehen können. Welche Maßnahmen getroffen werden, variiert von Kommune zu Kommune.
KÖLN BEKÄMPFT MIKROSCHADSTOFFE
Heinz Brandenburg von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln erforscht mit seinen Kollegen ein spezielles Filtersystem im Klärwerk Rodenkirchen.
Copyright: Martina Goyert
Tausende Chemikalien, die wir alltäglich nutzen, können schon in geringer Menge das Wasser schädigen. Dazu gehörten viele Arzneien, Hormone, Putzmittel, Kosmetika, Pestizide und unzählige andere Stoffe. Doch gesetzliche Grenzwerte gibt es für diese Mikroschadstoffe derzeit nicht. Deshalb ist der Schritt, den Kölner Klärwerke gerade gehen, auch so wichtig: Sie erproben schon heute neue Wege, um die Stoffe herauszufiltern. Bis 2039 soll das etwa jede sechste Kläranlage in NRW können. Wenn Sie interessiert, wie das genau funktioniert, empfehle ich Ihnen den Text meines Kollegen Detlef Schmalenberg, der sich die sogenannte vierte Klärstufe in Rodenkirchen genauer angesehen hat.
PETITION GEGEN MICROSOFT-RECHENZENTRUM
Die geplante Ansiedlung von Microsoft im Rheinischen Revier war Anfang des Jahres eine große Schlagzeile. Immerhin will der Konzern 3,2 Milliarden Euro investieren – eine der größten Einzelinvestitionen eines Unternehmens, die in Deutschland je getätigt wurde. Doch schon damals übten Umweltschützer Kritik. Nun hat der BUND eine Petition gestartet: Der geplante Bau von derartigen Rechenzentren führe zu zusätzlicher Flächenversiegelung und schade der Umwelt, heißt es in dem Schreiben. Man stehe der Ansiedelung zukunftsträchtiger Unternehmen zwar grundsätzlich positiv gegenüber. „Es gibt aber bessere Standort-Alternativen“, sagt Dirk Jansen, NRW-Geschäftsführer des BUND.
Es ist wohl die größte Herausforderung im Rheinischen Revier: die richtige Balance zu finden zwischen einer wirtschaftlichen Perspektive für die Region sowie Klima- und Umweltschutz. Wir werden für Sie weiter beobachten, wie die Region sich dabei schlägt!
Bleiben Sie hoffnungsvoll! Herzlich, Ihre Eliana Berger
Flohmarkt am Riehler Gürtel Sonntag, 11.08., 11-18 Uhr Bücher- Sammler und Trödelmarkt 50735 Köln, Köln-Riehl auf dem Riehler Gürtel, zwischen Amsterdamer Str. und Stammheimer Str. (Nebeneingang Kölner Zoo)