🔥 Feuer frei für den Endspurt 🚒Jetzt gilt es für die SG Flensburg-Handewitt. In den finalen drei Wochen kann sie die Ernte einer ganzen Handballsaison einfahren – oder sie verlieren. | | Holger Petersen
SG-Reporter
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„I’m on fire, fire“. Diese Textzeile sang Sarah Engels beim Eurovision Song Contest und fiel bei den Zuschauern gnadenlos durch: Germany zero points! Das Publikumsvoting war aus deutscher Sicht ein Desaster – und der drittletzte Platz eine kalte Dusche. Trotz eines feurigen Auftritts.
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„On fire“ müssen auch die Handballer der SG Flensburg-Handewitt ab sofort sein, und zwar im Endspurt der Saison 2025/26, der hoffentlich etwas erfolgreicher endet als der von Frau Engels. Flensburg zero points? Das wäre eine fatale Bilanz nach den finalen vier Bundesliga-Spielen.
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So weit wird es allerdings nicht kommen. Ja, das Restprogramm ist mit drei Auswärtspartien (Magdeburg, Stuttgart, Berlin) und einem Heimspiel (Eisenach) knackig, aber die SG hat den Motor gut vorgeglüht und ist auf Betriebstemperatur.
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Marko Grgic wird am Donnerstag wie schon im Länderspiel am vergangenen Freitag auf Magnus Saugstrup treffen. Diesmal in der Bundesliga beim Spiel Magdeburg gegen Flensburg.
Foto: Ingrid Anderson-Jensen
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Und die Vorzeichen sind nach der Länderspielwoche gut: ausnahmsweise kein nervendes Pytlick-Störfeuer, keine Unruhe stiftenden Costa-Spekulationen, keine personellen Hiobsbotschaften. Voller Fokus auf das anstehende Topspiel (Magdeburg), das folgende Druckspiel (Stuttgart), das letzte Heimspiel (Eisenach) und das wahrscheinliche Finalspiel (Berlin).
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Diese Wochen der Wahrheit (fünf Euro ins Phrasenschwein) beginnen mit einem echten „Burner“. Die SG könnte am Donnerstag beim Duell Erster gegen Zweiter einer Meisterkrönung beiwohnen. Leider nicht der eigenen. Einiges spricht dafür, dass sich der SC Magdeburg nach Abpfiff vorzeitig die deutsche Handballkrone aufsetzt und den vierten DM-Titel feiert.
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Egal! Das drei Tage später angesetzte Spiel beim TVB Stuttgart ist aus meiner Sicht sowieso die wesentlich bedeutsamere Aufgabe der Flensburger. Weil sie dort unbedingt punkten müssen im Fernduell um den zweiten Platz. Feuer frei! |
Ich wünsche dir eine emotional hitzige Woche
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dein Holger Petersen
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Der Gewinner der Woche |
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Für einen Spieler der SG gilt das nicht: Aksel Horgen. Der 29-Jährige wurde in der vergangenen Woche kurzfristig für die norwegische Nationalmannschaft nachnominiert und absolvierte am Wochenende sein erst fünftes Länderspiel, obwohl er bereits 2019 im A-Team der Norweger debütiert hatte.
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Sein Auftritt beim WM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei kann als gelungen bezeichnet werden. Fünf Tore (bei sechs Versuchen) trug der Rechtsaußen zum 37:30-Sieg in Ankara bei, mit dem die Nordmänner das Ticket für die WM 2027 in Deutschland lösten. Damit war Horgen, der vor Kurzem seinen Vertrag in Flensburg verlängert hat, zweitbester Werfer seines Teams hinter dem ehemaligen Flensburger Magnus Röd (7).
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Johannes Golla nimmt Maß.
Foto: Ingrid Anderson-Jensen
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Die Zahl der Woche |
85. Das ist der Handball Performance Index (HPI) von Johannes Golla im Saisondurchschnitt. Damit ist der 28-jährige Kapitän teamintern die Nummer eins und ligaweit die Nummer zwei, was beweist, dass der Weltklasse-Kreisläufer eine starke letzte Saison bei der SG Flensburg-Handewitt spielt.
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Der HPI gibt auf Basis unterschiedlicher Statistiken (Tore, Assists, Fehler, Strafen usw.) das Leistungsvermögen eines Akteurs wieder und ermöglicht somit eine transparente und datenbasierte Performance-Analyse. Wenig überraschend führt Welthandballer Mathias Gidsel (Füchse Berlin/90) das Ranking der Handball-Bundesliga an. Golla (85) ist Zweiter, während seine Teamkollegen Marko Grgic (79), Lasse Möller, Simon Pytlick und Emil Jakobsen (alle 78) auf den Rängen 8, 10, 11 und 16 zu finden sind.
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Der nächste Gegner |
Auf die Flensburger wartet mit dem Auswärtsspiel beim SC Magdeburg am Donnerstag (20 Uhr) die anspruchsvollste Prüfung, die es derzeit in Handball-Deutschland gibt. Zu Gast beim souveränen Tabellenführer (30 Spiele, eine Niederlage), beim heimstärksten Team und bei der besten Abwehr der Liga, bei der Mannschaft mit den wenigsten technischen Fehlern und der höchsten Wurfquote aller Bundesligisten – die Statistiken der vielleicht besten Handballtruppe der Welt sind: beeindruckend.
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Wie stark das Team von Trainer Bennet Wiegert aufspielen kann, das bekamen Golla und Co. bereits zweimal in dieser Saison zu spüren. Beim 31:35 im Hinspiel in der GP Joule Arena sowie beim 29:35 im Pokal-Viertelfinale in der Getec Arena zogen sie gegen den amtierenden Champions-League-Sieger jeweils den Kürzeren.
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Nach einem Zwischentief, in dem viele Topclubs nach der EM feststeckten, und einem völlig verkorksten Pokal-Final-Four in Köln, als man nur Letzter wurde, haben sich die Grün-Roten wieder gefangen und in überzeugender Manier und zum vierten Mal in Folge (!) das Ticket für die Endrunde der Königsklasse in Köln gelöst.
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Das Spiel des SCM zeichnen eine hohe Eins-gegen-eins-Qualität und eine super antizipierende 6:0-Abwehr aus. Den Rückraum bilden mit Gisli Kristjansson, Felix Claar und Omar Ingi Magnusson drei Spieler, die zu den zehn besten Handballern dieses Planeten zählen dürften. Hinzu kommt dann noch mit Kreisläufer und Abwehrchef Magnus Saugstrup ein früherer Bundesliga-MVP.
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