Heute von
Susanne Rohlfing
Redaktion Köln
Donnerstag, den 21.05.2026

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Knuddel-Faktor der neuen Attraktion im Kölner Zoo ist nicht besonders groß, die Faultiere, Erdmännchen oder Lämmer müssen also nicht um ihren Status fürchten. Aber beeindruckend ist er, der prähistorisch anmutende Komodowaran mit seinem massigen Körper, den dicken, kurzen Beinen und der dunklen, schuppigen Haut, die wie eine Rüstung wirkt. Bisher gibt es die Echse in Köln nur als Bild an der Fassade des sanierten Tropenhauses. Aber noch in diesem Sommer, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, sollen hier zwei Exemplare einziehen. 

Komodowarane kommen in freier Wildbahn auf einigen wenigen Inseln Indonesiens vor, unter anderem auf der namensgebenden Insel Komodo. „Wegen ihres Aussehens und ihres Jagdverhaltens werden sie auch als Drachen bezeichnet“, sagt Zoo-Vorstand Christopher Landsberg. Deshalb soll mit der Wiedereröffnung aus dem bisherigen Tropenhaus im Kölner Zoo auch das Drachenhaus werden. Im Unterkiefer verfügen die Komodowarane über Giftdrüsen. Das Gift verhindert die Blutgerinnung und lässt die Beute durch einen Schock oder den hohen Blutverlust zusammenbrechen. Klingt ganz schön unheimlich und wirklich gar nicht zum Knuddeln.  

In dem Bereich, in dem bisher die Gibbons zu Hause waren, sollen zwei Komodowarane einziehen. „Das ist etwas Besonderes“, sagt Landsberg. Im Kölner Zoo gab es noch nie einen Komodowaran, deutschlandweit halten laut Landsberg nur die Zoos in Leipzig und Frankfurt diese Tiere. Das vier Jahre alte Männchen kommt aus Leipzig, das 14-jährige Weibchen aus dem Randers Regenskoven Zoo in Dänemark.

Beide sind etwa zwei Meter lang. Läuft alles nach Plan, sollen die beiden Neuzugänge in Köln für Nachwuchs sorgen. Viel benötigen die beiden laut Landsberg nicht, damit sie sich in ihrem neuen Kölner Zuhause wohlfühlen, vor allem eine warme Höhle. Mit Scheiben – aber dennoch gut einsehbar – sind die Tiere von den Besuchern getrennt.
 

➡️ Alles Weitere zu den Drachen, die bald zur neuen Attraktion im Kölner Zoo werden sollen, hat mein Kollege Simon Westphal für Sie hier aufgeschrieben.

Zoodirektor Theo Pagel vor der Komodowaran-Fassade des sanierten Drachenhauses.
Foto: Arton Krasniqi

Neue Sitze in der Lanxess-Arena
Auch Sie waren bestimmt schon mal in der Lanxess-Arena und haben dort auf einem Klappsitz Platz genommen. So ein Arena-Sitz muss einiges aushalten. Da sind die vielen Konzertbesucher, die ihn in größter Ekstase auch schon mal zur Mini-Tanzfläche umfunktionieren. Da sind die Eishockey-Fans bei den Spielen der Kölner Haie oder die Handball-Fans aus ganz Europa bei den Final-Four-Turnieren. Und da sind die freudetrunkenen Jecken bei der „Lachenden Kölnarena“, die auf der Bestuhlung sitzend, springend und tanzend neben reichlich Kölsch gerne auch mal Frikadellen mit Senf konsumieren. Kleckergefahr: hoch. 

So ein Sitz könnte nach vielen Jahren Dienst in der Lanxess-Arena wohl so einige Geschichten erzählen. Jetzt hat die alte Stuhl-Generation aber ausgedient. „Manche Sachen kommen in all den Jahren zu kurz. Die Stühle waren alt, und wir haben es sehr lange ausgereizt“, sagt Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher. Im laufenden Betrieb wurden und werden von April bis Juli nun also rund 7500 Stühle im Unterrang ausgetauscht.

In elf Lieferungen kommen die neuen Polstersitze nach und nach an und werden zwischen den Shows vom Team der Arena umgebaut. „Das soll den Komfort und dadurch auch das Besuchererlebnis verbessern“, sagt Löcher. 20 Jahre sollen die neuen Sitze halten, die Arena investiert dafür eine siebenstellige Summe.


➡️ Mehr zu den neuen Klappsitzen in der Lanxess-Arena können Sie hier nachlesen.

Auftakt der Live-Talk-Reihe „100 Ideen für Köln“
Köln sei schmutziger als andere Städte: Diese Klage hört man von Bürgerinnen und Bürgern oft. Sie kennen das sicher, haben sich vielleicht selbst schon geekelt und geärgert. „Ich kann das nicht so nachvollziehen“, sagt allerdings Martin Luhr, der seit mehr als 25 Jahren bei den Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB) arbeitet und als Gruppenleiter für das Domumfeld und weitere Bereiche der Altstadt zuständig ist.

Die Arbeit sei „manchmal schwierig, aber auch schön“. Sein Trupp mit rund 40 Leuten sei „gut aufgestellt“ und stets schnell vor Ort. Deshalb störe es ihn, wenn der Zuspruch ausbleibe und „uns vorgeworfen wird, dass Köln dreckig ist“. Eine wiederkehrende Schwierigkeit sei, dass Obdachlose, die etwa in der Hohe Straße übernachten, nicht aufstehen wollten, wenn deren „Hinterlassenschaften“ beseitigt werden müssten. „Da haben wir keine Handhabe. Ohne die Hilfe des Ordnungsamts haben wir keine Chance.“

Luhr gab am Dienstag informativ und unterhaltsam Einblicke in seinen Arbeitsalltag auf Kölns Straßen. Er gehörte ebenso wie die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner und AWB-Chef Thomas Thalau zu den Podiumsgästen des ersten Live-Talks „100 Ideen für Köln“, der im Neven DuMont Haus stattfand. Mit dem Format wird die Serie „100 Ideen für Köln“ fortgesetzt, für die der „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet worden ist. Rund 120 Menschen kamen zur kurzweiligen Premiere in entspannter Atmosphäre. Kooperationspartner der Live-Talks ist die Sparkasse Köln-Bonn.

➡️ Mein Kollege Clemens Schminke war dabei und berichtet hier über den Abend.


Ich wünsche Ihnen einen schönen Donnerstag, räumen Sie die Gummistiefel schon mal in den Schrank und suchen Sie nach Ihren Badesachen – es wird heiß!

Ihre Susanne Rohlfing
Zur Autorin: Susanne Rohlfing war als Sportreporterin bei sechs Olympischen Spielen, bevor sie in die Kölner Lokalredaktion wechselte. Lebt seit Mitte der 90er Jahre in der Stadt, hat die Ruhe in Rodenkirchen, den Trubel in der Südstadt, das bunte Leben in Kalk und die Nähe zum Rhein in Deutz genossen. Ist mit Mann, drei Kindern und Hund an den Stadtrand geflüchtet und liebt heute den Königsforst, der allen reichlich Auslauf bietet. 

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Foto: Ulrike Büning 
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